Manchmal kann es nötig sein, Pferdehufe zu bekleben. Zum Beispiel:
- wenn kein passender Hufschuh gefunden wird
- wenn das Pferd sehr aktiv ist und Hufschuhe kaputt macht oder verliert
- wenn das Pferd in einem Pensionsstall steht und die Schuhe nicht regelmäßig gewechselt werden können
In solchen Fällen kann ein Klebe-Beschlag eine gute Lösung sein. Dabei ist es gar nicht so entscheidend, welches Material verwendet wird. Meine bisherigen Erfahrungen habe ich mit dem TPS gemacht.
Beklebungen haben einige Vorteile:
- Sie ermöglichen weiterhin die Bearbeitung der Hufe wie gewohnt für einen barhuf
- Sie verhindern vorübergehend übermäßigen Abrieb, der einer schnellen Rehabilitation entgegenstehen könnte
- Sie halten sehr gut und die Pferde kommen gut damit zurecht
- Die Hufe behalten ihre dreidimensionale Beweglichkeit
Trotzdem schlägt mein Herz für Barhuf: Wenn möglich, bevorzuge ich, die Pferde mit Schuhen zu versorgen und die Hufe zwischendurch regelmäßig zu bearbeiten. Das beschleunigt die Rehabilitation und ermöglicht kurze Bearbeitungsintervalle.
Ein Klebe-Beschlag sollte alle vier Wochen entfernt werden, auch wenn er noch hält, da der Huf ja keinen Abrieb erfährt und sich negativ entwickeln kann, wenn die Intervalle zu lang sind. Löst sich mal eine Lasche, lässt sie sich problemlos mit Sekundenkleber wieder befestigen. Wie bei jedem Beschlag – auch bei Eisen – kann ein Klebe-Beschlag einmal verloren gehen.
Kosten & Material:
- Kunststoffplatten lassen sich mehrfach verwenden und beeinträchtigen die Hufbeweglichkeit (im Gegensatz zum Eisen) nicht
- Materialkosten liegen pro Huf bei etwa 30–35 €, zuzüglich Arbeitszeit
- Zum Vergleich: Ein Eisen kostet pro Huf unter 5 €, die höhere Kosten beim Klebebeschlag liegen allein am Material

