Altes Wissen für neue Wege – Wickeltechnik aus reinem Leinen und reiner Wolle
Diese besondere Wickeltechnik aus reinem Leinen und reiner Wolle durfte ich vor einigen Jahrzehnten von Frau Magister Haerpfer aus Österreich lernen. Sie war nicht nur eine beeindruckende Frau, sondern stellte auch äußerst hochwertige, naturreine Öle für Pferdehufe her.
Es war wohl in den 1990er-Jahren, als ich sie kennenlernte. Damals hat sie mir sehr bei einigen hartnäckigen Hufproblemen geholfen – und dafür bin ich ihr bis heute dankbar.
Seitdem habe ich diese Wickeltechnik bei zahlreichen Pferden – und auch bei Menschen – angewandt. Ich habe sie oft weitergegeben, und jedes Mal waren sowohl ich als auch alle Anwenderinnen und Anwender tief beeindruckt von der durchschlagenden Wirkung. Die Wickel helfen hervorragend bei unterschiedlichsten Beschwerden: Entzündungen, Sehnenproblemen, Hufrehe, Schwellungen, unklaren Lahmheiten – um nur einige zu nennen.
Das Besondere an dieser Methode ist, dass sie nicht nur Wärme sanft ableitet, was dem Pferd sofort Erleichterung verschafft, sondern gleichzeitig Entzündungsgeschehen ausleitet. Und sie bietet darüber hinaus eine wunderbare Möglichkeit, den Heilungsverlauf sichtbar zu machen: Die Wärmeabgabe über die Haut in die Wolle verändert sich im Laufe der Anwendung. Man kann also genau beobachten, ob eine Verbesserung eintritt.
Für mich waren diese Wickel über so viele Jahre ein fester Bestandteil meines Repertoires, dass mir erst kürzlich bewusst wurde, wie wenige Menschen davon überhaupt wissen. Deshalb habe ich mich entschieden, dieses alte Wissen – das Frau Haerpfer übrigens nicht selbst erfunden, sondern ebenfalls weitergegeben hatte – aufzuschreiben. Es soll nicht verloren gehen.
Ein großer Vorteil: Die benötigten Materialien haben viele Pferdehalter ohnehin zu Hause. Und wie wir alle wissen – wenn bei unseren Pferden etwas passiert, ist es gerne mal Sonntag. Da hat man kein Crash-Eis für die akute Rehe oder die Schwellung der Sehnen zur Hand, aber mit dieser Wickeltechnik kann man sofort reagieren – noch bevor weitere Maßnahmen oder der Tierarzt zum Einsatz kommen.
Natürlich ersetzt diese Methode keine tierärztliche Behandlung, sie eignet sich aber hervorragend zur Unterstützung und Ergänzung. Es gibt keinerlei Widerspruch – im Gegenteil: Sie wirkt begleitend und fördert das Wohlbefinden. Pferde zeigen das sehr deutlich durch Entspannung und sichtbare Schmerzlinderung.
Ich habe die Anleitung in einem PDF zusammengefasst, das ich euch hier zum Download anbiete. Eine kleine Anmerkung: Nicht bei jedem Pferd ist es ideal, die Wolle mit einem Seil zu fixieren – kleine Klebebandstreifen funktionieren ebenso gut. Wichtig ist nur, dass die Wolle nicht komplett abgedeckt wird. Auch das erkläre ich ausführlich im PDF.
Ich freue mich sehr, dieses Wissen mit euch zu teilen – und noch mehr würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen damit berichtet. Viel Erfolg und alles Gute für euch und eure Pferde!













